Was hilft, wenn ich mich hilflos fühle? Am Telefon, wenn der Freund das Wort „Tumor“ sagt? Vor dem Fernseher, wenn die Tagesschau überflutete Häuser zeigt, zerbombte Wohnhäuser, weinende Menschen? Was hilft, wenn mich das Gefühl überkommt, dass wir alle nicht genug tun oder das Falsche? Was hilft, wenn ich nachts aufschrecke aus düsteren Träumen, wenn die Gedanken im Kreis laufen und den Ausgang nicht finden?
Luft holen
Tief Luft holen. Die Welle spüren, die den Bauch hebt, die Brust und durch die Nase wieder ausströmt. Die Luftwelle kommen und gehen lassen. Im Atemholen, dichtet Goethe, sind zweierlei Gnaden. Die Luft einziehen. Sich ihrer entladen. Einatmen – Ausatmen. Gott presst dich – Gott entlässt dich.